„Chancenspiegel“ 2014 – Sachsen unter den Schlusslichtern bei der Schulabbrecherquote

Sachsen hat eine der höchsten Schulabbrecherquoten deutschlandweit. Das geht aus dem neuen „Chancenspiegel“ der Bertelsmannstiftung hervor. Wissenschaftler der Universitäten Dortmund und Jena analysieren darin jährlich, wie gerecht und leistungsstark die Bildungssysteme der Bundesländer sind. Auch bei der Zertifikatsvergabe rangiert Sachsen auf den hinteren Plätzen. Während in der Bundesrepublik im Durchschnitt 54,9% der Schüler die Befähigung erwerben, an einer Hochschule zu studieren, waren es in Sachsen 2012 44,7%, dies sind jedoch schon 4,1% mehr als im Vorjahr. Der Anteil der Jugendlichen, die ohne Abschluss die Schule verlassen, lag bei 9,1%. Damit liegt die Zahl um 3,1% über dem Bundesdurchschnitt. Es existieren große regionale Unterschiede. Die Quote schwankt zwischen 5,5 und 13,4% in den verschiedenen Regionen Sachsens.

Bei Integrationskraft und Durchlässigkeit erreichte Sachsen mit Mühe und Not mittlere Plätze. Sonderpädagogischer Förderung bedürfen 8,5% der Schüler, deutschlandweit sind es nur 6,6%. Nur 0,3% davon werden in Regelschulen unterrichtet. Die restlichen 6,3% besuchen Förderschulen. Im Bundesdurchschnitt trifft dies nur auf 4,8% der Schüler zu. Allein durch die hohe Anzahl der Ganztagsschulen im Grundschulbereich und der Sekundarstufe I erreicht Sachsen im Bereich Intergrationskraft noch einen mittleren Platz.

Kommentare sind abgeschaltet.